“Was man von hier aus sehen kann” von Mariana Leky

Wenn Selma, die Großmutter der Erzählerin, von einem Okapi träumt, dann stirbt jemand aus dem Westerwälder Dorf, in dem die Handlung dieses kurzen aber feinen Romans spielt. Als nun das Okapi eines nachts erscheint, beeilen sich die Dorfbewohner die letzten nötigen Vorbereitungen zu treffen, sollten sie diejenigen sein, die dieses Unglück ereilt.

wasmanvonhieraus

Die Charaktere, allesamt mit Eigenarten oder Sprüchen, die sinnstiftend sind für ihr gesamtes Innenleben, wirken traumgleich und doch so, als würde man sie kennen. Sensibel, aber mit zielgenauer Sprache erkundet Leky die Beziehungen der Dorfbewohner zueinander und vor allem auch zu sich selbst.

Dabei geht es, vorhersehbar wie der zukunftsweisende Traum, vor allem um die Liebe selbst, die, in märchenhafte Sprache und Bilder gekleidet, gleichsam zur Chiffre für den Lebenserfolg wird, und, ob unerfüllt oder nicht, die Charaktere doch erfüllt.

Ein empfehlenswertes Buch, das zurecht schon von vielen Seiten hoch gelobt wurde.

Erschienen im DuMont-Verlag 2017.

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